Der Alpenrhein


Der Alpenrhein ist einer der faszinierendsten Flüsse im Bündnerland.Für manche top und für andere flop, launisch und schwer befischbar. Viele meiden den Alpenrhein wegen angeblichem Fischmangel, jedoch beherbergt dieser Fluss immer noch viele und grosse Exemplare von See- Bach- und Regenbogenforellen. Hier die erfolgreichsten Methoden im Frühling und im Sommer.

  


Alle Systeme sind grundsätzlich geeignet:

Am Steinigen Rheinufer ist der Tipp-Satz wie oben erläutert, oder die Zapfenmontage die beste Wahl.

An grossen Flachen Stellen kann der Vorblei Satz mit Rhein Nymphen, Wurm oder Made  bestückt wie am See auf Grund gesetzt, oder Aktiv gefischt werden. Aktiv gefischt ist der Rheinsatz auch am Bach sehr empfehlenswert, da die niedrigsten stellen gezielt abgefischt werden können ohne viele Hänger.

 

Vorblei System :

An grossen Gumpen und flachen Zügen ist wieder das Vorblei-System die beste Wahl, der Köder wird hier jedoch nicht " gesetzt ", sondern wir " führen " den Köder mit feinem Gewicht, und nicht wie am See mit kleinen Nymphen, sondern bestückt mit Naturködern und Goldkopfnymphen und mit feinem Bleidraht an unterster Stelle. Somit kann mit der Strömung gezielt gefischt werden ohne dauerndes hängenbleiben, im gegensatz zum Tirolerholz, dass sich vielfach in den Steinen verfängt. Der feine Bleidraht, etwa 20 cm lang, wird über die Steine geführt, verhindert das hängenbleiben und ermöglicht mit einer feinen drei bis 4 meter Rute jede Bewegung zu spüren, wichtig ist dabei immer den Köder mit der Strömung zu führen und den  Bodenkontakt zu behalten. Nach ein paar Würfen spürt man schnell was für ein Grund befischt wird, das heisst dass bei jedem Wurf so ziemlich die gleichen Bewegungen stattfinden. Somit ist es nach ein bisschen Übung einfach, einen Biss vom Grund zu unterscheiden. Der Anhieb muss jedoch schnell gesetzt werden, weil der Fisch nicht wie mit der Grundfischerei die Zeit hat den Köder zu schlucken, sondern auf dem Seitenspringer direkter Zug auf dem Vorfach auslöst. In vielen Fällen hakt der Fisch sich somit von selbst, jedoch ist der " feine " Anhieb notwendig, um Fehlbisse grösstenteils zu vermeiden.

 

 

Diese Technik bevorzuge ich vor allem im Frühling am Vereinigten Alpenrhein und im Sommer am Hinterrhein, dann jedoch mit Naturköder und zwei Nymphen. Naturköder sind vor allem im Frühling besser geeignet, da sich die Fische meist im abgeleichten zustand befinden und somit schwach und nicht sehr kampflustig sind.

Im gegensatz zur Regenbogenforelle, da diese erst anfangs Jahr ableicht, ist es gut möglich eine solche auch mit der Fliege,Mepps & Co zu landen, was jedoch im Frühling nur den wenigsten gelingt. Die besten Naturköder für kalte Jahreszeiten sind Wurm und Bienenmade, für warme Jahreszeiten Wurm, Bienenmade und die Elritze. Die Nymphe jedoch, kann im Sommer teilweise der beste Köder sein, manchmal sogar besser als die Elritze, je nach Wetter und Gewässer.

 

  

Die Elritze am Alpenrhein:

Die Technik mit der Elritze bleibt immer die gleiche, ob See oder Fluss, jedoch ist darauf zu achten dass an Fliessgewässern maximal eine Bleiolive von 7 Gramm verwendet wird, ansonsten sind zu viele Hänger vorprogrammiert. Den Köder lassen wir hier jedoch nicht absinken. Er wird direkt nach dem Wurf wieder langsam mit Zupfartigen Bewegungen eingeholt. Jede noch so schnelle Strömung kann somit gezielt abgefischt werden, wenn die Elritze genau plaziert wurde. Auch hier wird der Köder gegen die Strömung geworfen und mit der Strömung eingeholt, im leichten Halbkreis, somit kann der Köder gezielt und knapp über dem Grund geführt werden. Die versuchung gegen die Strömung sollte man meiden, zu viele Fehlbisse sind meistens die Folge. Mit dieser Technik sollte eine schöne Stelle bis zu einer Stunde befischt werden, manchmal klappts nach zwei minuten und manchmal nach einer Stunde......... Das ist die Fischerei am Alpenrhein, ausdauer wird zwar belohnt, aber manchmal auch erst nach etlichen versuchen, vielen Leerläufen und Tagelangem üben............ Daher sehen wir nur noch wenige, erfolgreiche Jungfischer am Alpenrhein, weil Ihnen mit Kunstködern grosse Erfolge mit wenig Aufwand vorgehalten werden.

Die richtige Köderwahl zur richtigen Jahreszeit, die Ausdauer und die Hartnäckigkeit sind im Bündnerland entscheidend, nicht die Schönheit des Köders...... Ich habe dies am eigenen Leib erfahren und bin froh dass ich diesen Weg gewählt habe und jedes Jahr erfolgreich den Alpenrhein befischen kann, mal leichter mal schwieriger.......



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